Patrik Baab

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mit Putin-Propagandisten Sergey Filbert (rechts) in russischen Staatsmedien zur Legitimation von nach internationalem Recht illegalen Scheinreferenden in der Ukraine (September 2022). Zitat Baab: Die vier ukrainischen Gebiete Luhansk, Donezk, Saporischja und Cherson trennten sich im Herbst 2022 nach Volksabstimmungen von der Ukraine und wurden Teile Russlands
Patrik Baab mit Paula P'Cay bei InfraRot Medien
Patrik Baab und Markus Fiedler
mit Verschwörungserzähler Daniele Ganser
Patrik Baab, vorgestellt beim Verein WIR (Verein Wirksamkeit – Intuition – Respekt) des Schweizer rechtskonservativen Unternehmers und Aktivisten Christian B. Oesch. Bei WIR wird die Verschwörungstheorie der Chemtrail und Verschwörungstheorien zur COVID-19-Pandemie 2019-2020 verbreitet und beispielsweise das Scharlataneriemittel Chlordioxid beworben. Die russische Regierung wird für ihren Überfall auf die Ukraine in Schutz genommen
Patrik Baab beim rechtspopulistischen Kanal AUF1 TV
Patrik Baab bei Flag Strategies (Dubai) mit Stilianos Brusenbach und David Paulson
mit Stef Manzini der AfD-nahen Stattzeitung (im Fadenkreuz des Mainstream)

Patrik Baab (geb. 29. Mai 1959 in Neunkirchen) ist ein deutscher Journalist und Sachbuchautor aus Kiel.

Mit Stand von 2025 ist Patrik Raab Autor von Artikeln bei Manova (vormals Rubikon), Nachdenkseiten, Overton Magazin, Transition News, Infosperber, Junge Welt, Postil Magazine (Herausgeber nicht sicher bekannt[1]), Stichpunkt Magazin und Multipolar Magazin. Er tritt in Videos des YouTube-Kanals Druschba FM des Putinpropagandisten Sergey Filbert auf. Im Februar 2025 soll Patrik Baab auf einer Veranstaltung des Dresdner Querdenkers Marcus Fuchs (Team Fuchs - GAL – Gemeinsam anders leben UG) auftreten.

Baab erschien bei NuoFlix (mit Robert Stein), InfraRot Medien (Kreml-nah), apolut (Kayvan Soufi-Siavash), der AfD-nahen Stattzeitung (Stef Manzini), "Realpolitik" von Alexander von Bismarck und beim österreichischen rechtspopulistischen FPÖ-nahen Kanal AUF1 TV. Der Biologielehrer Markus Fiedler führte mit Baab ein Videointerview, welches über die Querdenker-Kleinpartei Die Basis verbreitet wurde. Der wegen seiner Verschwörungserzählungen entlassene Waldorfschullehrer Fiedler macht durch seine Gegnerschaft zur Wikipedia und seine Hinwendung zur Klimalüge und die Mondlandungslüge auf sich aufmerksam. Baab tritt auch auf dem Youtubekanal der Firma Flag Strategies (Dubai) von David Paulson auf, beispielsweise unter dem Titel "Vermögen in Gefahr: Wie deutsche Unternehmer den nächsten Krieg überstehen können". Das Unternehmen bietet Unternehmern Steueroptimierung bei Umzug ins Ausland an, und profitiert daher von selbst propagierten Kriegsängsten.

In dem 2017 publizierten Buch Im Spinnennetz der Geheimdienste stellt Baab gemeinsam mit Robert E. Harkavy eine Verbindung zwischen der Selbsttötung Uwe Barschels und dem Mord am schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme sowie dem ungeklärten Tod des ehemaligen CIA-Chefs William Colby her. Diese „politischen Morde“ seien „Teil einer einzigen Geschichte“, nämlich der Iran-Contra-Affäre, und Resultat einer weltweiten „Säuberungsaktion, mit der unliebsame Zeugen und abtrünnige Helfer einer politischen Verschwörung aus dem Weg geräumt werden sollten“.

Kurzbiografie

Patrik Baab studierte von 1979 bis 1986 an der Universität Mannheim Politikwissenschaften und Germanistik. Er war 1985 am Lehrstuhl des Historikers Hermann Weber als Mitarbeiter tätig für eine Quellengeschichte des Parlamentarismus und der Politischen Parteien.

Zuerst arbeitete er für den Saarländischen Rundfunk und später für den Hessischen Rundfunk, wo er nach dem Studium sein Volontariat begann. Er war ab 1997 für den NDR in Kiel tätig.

Medienmanifest zu neuem ÖRR

Patrik Baab gehört (mit Jürgen Fliege, Ulrike Guérot, Michael Meyen) zu den Unterzeichnern eines medienkritischen "Manifest für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland" des ehemaligen SWR-Mitarbeiters (Sounddesign bei SWR2) Ole Skambraks[2]. Der MDR kommentierte die Unterzeichner aus dem Umfeld der Querdenker als Gruselkabinett der deutschsprachigen Gegenaufklärung[3]. Neben einer positiven "Förderung von Kultur und Bildung" und "Bürgerbeteiligung" geht es im Manifest auch um eine Abwendung von einer faktenbasierten Berichterstattung. Begriffe wie 'Querdenker', 'Klima-Leugner', 'Putin-Versteher' werden abgelehnt. Wörtlich heisst es im Manifest zur journalistischen Basisarbeit, der Recherche:

"Sogenannte Faktenchecks (suggerieren) oft durch ihre Machart, Überschrift und Formulierungen eine vermeintlich absolute Wahrheit, die selten existiert. Der freie gesellschaftliche Diskurs wird dadurch schmerzhaft beschnitten."

Ole Skambraks ist Autor bei Multipolar Magazin (Paul Schreyer, Ulrich Teusch, Stefan Korinth) und der Schweizer Webseite Die Freien. Die Kontaktadresse des Medienmanifest ist identisch mit der Anschrift von "Die Freien", einer Zeitschrift von Prisca Würgler. Themen bei Die Freien sind unter anderen Illuminaten-Verschwörungserzählungen, eine "Atombombenlüge" (Verschwörungstheorie nach der es keine Atombomben gibt), Biophotonen oder Wasserauto.

Werke

  • Propaganda-Presse Verlag Hintergrund, Berlin 2024
  • Auf beiden Seiten der Front, fifty-fifty, Frankfurt/Main 2023
  • Recherchieren, Westend Verlag, Frankfurt/Main 2022
  • mit Robert E. Harkavy: Im Spinnennetz der Geheimdienste, Westend Verlag, Frankfurt/Main 2017

Bildbelege

Weblinks

Quellennachweise

  1. According to its about page “The mission of The Postil Magazine is to work for the return of Christendom (the Sacrum imperium), and then to nurture its inevitable outgrowth—high culture, which is the pointing of the soul to Beauty, the first mystery of God.” It is not clear who is behind the website or where they are located; however, the domain is registered in the United States
  2. Meinungsvielfalt
    Ole Skambraks, Rathausplatz 4, CH-6460 Altdorf Schweiz
  3. https://www.mdr.de/altpapier/das-altpapier-3600.html