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==Untersuchungen zur Thematik==
 
==Untersuchungen zur Thematik==
* Im Juli 1980 boten James Randi und der australische Skeptiker Dick Smith 40.000 US-Dollar für eine erfolgreiche Demonstration der Wünschelrute. Sechzehn Rutengeher nahmen Teil. Insgesamt wurden 111 Einzeltests durchgeführt, die Rutengeher hatten dabei 15 Erfolge, was im Rahmen der statistischen Zufallserwartung blieb.<ref>[http://www.skeptics.com.au/publications/articles/australian-skeptics-divining-test/ Australian Skeptics Divining Test], James Randi, abgerufen am 16. Februar 2012</ref>
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* Im Juli 1980 boten James Randi und der australische Skeptiker Dick Smith 40.000 US-Dollar für eine erfolgreiche Demonstration der Wünschelrute. Sechzehn Rutengeher nahmen teil. Insgesamt wurden 111 Einzeltests durchgeführt, die Rutengeher hatten dabei 15 Erfolge, was im Rahmen der statistischen Zufallserwartung blieb.<ref>[http://www.skeptics.com.au/publications/articles/australian-skeptics-divining-test/ Australian Skeptics Divining Test], James Randi, abgerufen am 16. Februar 2012</ref>
    
* 1987 bis 1989 wurden im Rahmen eines vom damaligen Bundesministerium für Forschung und Technologie BMFT geförderten Vorhabens verschiedene Wünschelrutenexperimente durchgeführt. Nach Ansicht der Projektleiter, der Münchener Physikprofessoren [[Herbert L. König]] und Hans-Dieter Betz, hätten einige Rutengänger dabei hochsignifikante positive Ergebnisse erzielt. Von anderer Seite wurden später jedoch Unzulänglichkeiten bei den Versuchen und deren Auswertung nachgewiesen, so dass diese Schlussfolgerung nicht aufrecht erhalten werden konnte (siehe Artikel [[Wünschelruten-Report]]).
 
* 1987 bis 1989 wurden im Rahmen eines vom damaligen Bundesministerium für Forschung und Technologie BMFT geförderten Vorhabens verschiedene Wünschelrutenexperimente durchgeführt. Nach Ansicht der Projektleiter, der Münchener Physikprofessoren [[Herbert L. König]] und Hans-Dieter Betz, hätten einige Rutengänger dabei hochsignifikante positive Ergebnisse erzielt. Von anderer Seite wurden später jedoch Unzulänglichkeiten bei den Versuchen und deren Auswertung nachgewiesen, so dass diese Schlussfolgerung nicht aufrecht erhalten werden konnte (siehe Artikel [[Wünschelruten-Report]]).
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* Im Jahr 2001 führte Hans von Zeppelin in Schramberg (Schwarzwald) ein Wünschelrutenexperiment durch. Die Untersuchungsfrage war, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Ausschlag der Wünschelrute (bzw. dabei unterstellter "Reizzonen") und der unabhängig davon erhobenen Morbidität in der Bevölkerung gibt. In einem Quadratkilometer des dazugehörigen Siedlungsgebiets wurde der Verlauf derartiger imaginärer "Reizzonen" radiästhetisch ermittelt und Menschen aus 100&nbsp;Wohnungen berichteten ein breites Spektrum von Krankheiten. Der Autor Zeppelin erachtete die Ergebnisse als einen starken Beleg für den schädlichen Einfluss von "Erdstrahlen" auf die Gesundheit. Eine systematischere Reanalyse seiner Daten zeigte jedoch, dass die Resultate nicht aussagekräftig sind, bedingt durch zahlreiche methodische Fehler. Im übrigen ist die Morbidität der auf "Reizzonen" lebenden Personen relativ zu einer Kontrollgruppe nicht signifikant erhöht.<ref>Wunder, Edgar (2003): Das Wünschelrutenexperiment des Hans von Zeppelin. Ein Evaluierungsbericht. Zeitschrift für Anomalistik 3, 231-250</ref>
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* Im Jahr 2001 führte Hans von Zeppelin in Schramberg (Schwarzwald) ein Wünschelrutenexperiment durch. Die Untersuchungsfrage war, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Ausschlag der Wünschelrute (bzw. dabei unterstellter "Reizzonen") und der unabhängig davon erhobenen Morbidität in der Bevölkerung gibt. In einem Quadratkilometer des dazugehörigen Siedlungsgebiets wurde der Verlauf derartiger imaginärer "Reizzonen" radiästhetisch ermittelt; Menschen aus 100&nbsp;Wohnungen dort berichteten ein breites Spektrum von Krankheiten. Der Autor Zeppelin erachtete die Ergebnisse als einen starken Beleg für den schädlichen Einfluss von "Erdstrahlen" auf die Gesundheit. Eine systematischere Reanalyse seiner Daten zeigte jedoch, dass die Resultate nicht aussagekräftig sind, bedingt durch zahlreiche methodische Fehler. Im übrigen ist die Morbidität der auf "Reizzonen" lebenden Personen relativ zu einer Kontrollgruppe nicht signifikant erhöht.<ref>Wunder, Edgar (2003): Das Wünschelrutenexperiment des Hans von Zeppelin. Ein Evaluierungsbericht. Zeitschrift für Anomalistik 3, 231-250</ref>
    
* In einem doppelblinden Wünschelrutenexperiment wurde untersucht, ob es gelingt, mittels einer Wünschelrute 20 undurchsichtige Behälter nach ihrem Inhalt zu unterscheiden. 10&nbsp;Behälter enthielten Mineralwasser, die anderen 10&nbsp;Behälter das Gift E&nbsp;605 in einer lebensbedrohlichen Dosis. 104&nbsp;Wünschelrutengänger beteiligten sich als Versuchspersonen an dem Experiment. Sie hatten die 20&nbsp;Proben hinsichtlich der Frage "Ist der Inhalt gut für mich?" zu unterscheiden. Doch dies gelang nicht, die Trefferquote der Versuchspersonen bewegte sich im Rahmen der Zufallserwartung.<ref>Schmidt, S., [[Harald Walach|Walach, H.]] (1997): Wasser oder Gift? Ein Wünschelrutenexperiment. Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie 39 (1/2), 76-91</ref>
 
* In einem doppelblinden Wünschelrutenexperiment wurde untersucht, ob es gelingt, mittels einer Wünschelrute 20 undurchsichtige Behälter nach ihrem Inhalt zu unterscheiden. 10&nbsp;Behälter enthielten Mineralwasser, die anderen 10&nbsp;Behälter das Gift E&nbsp;605 in einer lebensbedrohlichen Dosis. 104&nbsp;Wünschelrutengänger beteiligten sich als Versuchspersonen an dem Experiment. Sie hatten die 20&nbsp;Proben hinsichtlich der Frage "Ist der Inhalt gut für mich?" zu unterscheiden. Doch dies gelang nicht, die Trefferquote der Versuchspersonen bewegte sich im Rahmen der Zufallserwartung.<ref>Schmidt, S., [[Harald Walach|Walach, H.]] (1997): Wasser oder Gift? Ein Wünschelrutenexperiment. Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie 39 (1/2), 76-91</ref>
    
* Seit 2004 veranstaltet die GWUP jährlich "PSI-Tests", bei denen Personen, die sich für entsprechend begabt halten, ihre Fähigkeiten in Doppelblindversuchen testen lassen können. Häufig sind darunter Personen, die z.B. glauben, mit einer Wünschelrute aus einer Anzahl von Gefäßen dasjenige bestimmen zu können, welches mit Wasser gefüllt ist. Bis 2010 wurden keine Ergebnisse erzielt, die über eine Zufallserwartung hinausgehen.<ref>Mahner. M.: Die Psi-Tests der GWUP 2010. Skeptiker 3/2010, 138-139</ref>
 
* Seit 2004 veranstaltet die GWUP jährlich "PSI-Tests", bei denen Personen, die sich für entsprechend begabt halten, ihre Fähigkeiten in Doppelblindversuchen testen lassen können. Häufig sind darunter Personen, die z.B. glauben, mit einer Wünschelrute aus einer Anzahl von Gefäßen dasjenige bestimmen zu können, welches mit Wasser gefüllt ist. Bis 2010 wurden keine Ergebnisse erzielt, die über eine Zufallserwartung hinausgehen.<ref>Mahner. M.: Die Psi-Tests der GWUP 2010. Skeptiker 3/2010, 138-139</ref>
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==Zitate==
 
==Zitate==
 
*''Lassen Sie sich nicht durch das pseudowissenschaftliche Kauderwelsch beeindrucken, mit dem Sie in Vorträgen und Druckschriften von Rutengängern überschüttet werden. Die Rutengänger brauchen es, um ihr unbedarftes Publikum zu beeindrucken, und glauben vielleicht selber daran, aber sie wissen nicht, wovon sie reden. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn sich der Rutengänger mit akademischen Titeln wie Prof., Dr. oder Ing. schmückt. … Wir müssen peinlicherweise gestehen, dass es dafür auch in den letzten Jahren mehrere Beispiele gibt.'' (Zitat Institut für Geophysik der Universität Stuttgart auf ihrer Homepage)
 
*''Lassen Sie sich nicht durch das pseudowissenschaftliche Kauderwelsch beeindrucken, mit dem Sie in Vorträgen und Druckschriften von Rutengängern überschüttet werden. Die Rutengänger brauchen es, um ihr unbedarftes Publikum zu beeindrucken, und glauben vielleicht selber daran, aber sie wissen nicht, wovon sie reden. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn sich der Rutengänger mit akademischen Titeln wie Prof., Dr. oder Ing. schmückt. … Wir müssen peinlicherweise gestehen, dass es dafür auch in den letzten Jahren mehrere Beispiele gibt.'' (Zitat Institut für Geophysik der Universität Stuttgart auf ihrer Homepage)
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